10 Hills Place – London
Samstag, September 19th, 2009
Amanda Levete Architects haben sich bei dem gerade fertiggestellten Projekt 10 Hills Place in London die Schiffsoberflächentechnologie zu Nutze gemacht. Dabei entstand für das neue Bürogebäude Nähe der Oxford Street eine sehr skulpturale Fassade. Inspiriert von den Kunstwerken Lucio Fontanas wölbt sich die Aluminium Fassade wie angeschlitzt nach außen. Mit großen Glasflächen öffnet sich das Gebäude gen Himmel. Ziel war es ein Maximum an Tageslicht in die Büroräume zu lenken. Um die Instandhaltungskosten gering zu halten, wurde selbstreinigendes Glas verwendet.
Die Fassade für sich betrachtet, gefällt mir aus rein gestalterischen Aspekten gut: die Reflexionen, die Form der Öffnungen, wie sie sich aus der geschlossenen Fläche wie Wellen herausformen. Ob die Fassade sich jetzt allerdings so passend in das Strassenbild integriert, sei dahingestellt. Was ich mir jetzt allerdings schwer vorstellen kann, ist die Behaglichkeit in den Büroräumen. Insgesamt wirkt die Fassade doch sehr geschlossen. Entweder ist es dunkel oder man ist vom Zenitlicht geblendet. Schade auch, dass man von innen nur zum Himmel blicken und nicht das Strassenleben beobachten kann. Aber wie so oft, muss man halt Kompromisse eingehen, wenn man was Außergewöhnliches machen will.


[via archispass]
Fotos: mark.hogan (flickr)


