Rem Koolhaas im Gespräch
Der niederländische Architekt Rem Koolhaas über Impulse für Architektur und Städtebau, neues Denken, über die Etikette der Nachhaltigkeit und die Apotheose des Turms.
Ein Interview aus dem Spiegel Spezial 4/2008 “Architektur und Design”
CCTV-Tower von Rem Koolhaas in Peking
Koolhaas: Ich bin ein kritischer Geist und ein Architekt zugleich, und ich fühle mich nicht verpflichtet, in meiner konkreten Arbeit immer meine eigenen Theorien zu bestätigen. Es gibt Widersprüche, und die Möglichkeiten, die sich uns heute bieten, fordern solche Widersprüche heraus. Trotzdem versuchen wir Gebäude zu errichten, deren Identität instabil ist, die also Tiefe haben. Nehmen Sie den CCTV-Komplex: Jetzt, wo er fast fertig ist, wird deutlich, wie er funktioniert. Wo immer Sie stehen – er sieht von überall anders aus. Permanent verschieben sich Vordergrund und Hintergrund. Wir haben nicht eine einzige, sondern 400 Identitäten geschaffen. Das ist es, was wir wollten: Zweideutigkeiten, Unübersichtlichkeiten herstellen, um dem Zwang des Expliziten zu entgehen.
Literatur:
OMA Rem Koolhaas Leben. Dreisprachige Ausgabe deutsch / englisch / französisch: Living Vivre Leben
Archipockets, Rem Koolhaas (Archipockets)
S, M, L, XL. O.M.A., Rem Koolhaas und Bruce Mau: O.M.A. (Evergreen Series)
Rem Koolhaas – Hans Ulrich Obrist in Conversation: The Conversation Series: Pt. 4 (Conversation (Verlag Der Buchhandlung))
Bild [hochparterre]
Tags: Architektur, China, Design, Interview, Nachhaltigkeit, Peking, Rem Koolhaas, Städtebau


Januar 18th, 2009 at 18:41
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